Was ist der Zusammenhang zwischen einem Frosch und Zeitmanagement bei der Arbeit? Für Brian Tracy ist es eine Metapher, die er als Teil seiner Arbeitsweise entwickelt hat. Der Experte empfiehlt, den Tag mit der schwierigsten Aufgabe zu beginnen. Diese Aufgabe steht sinnbildlich für „den Frosch essen“. Nachfolgende Aufgaben erscheinen dadurch einfacher.

Die “Eat That Frog” Methode

Manche Zeitmanagement-Methoden sind ansprechender als andere. „Eat That Frog“ ist eine von ihnen. Die Vorstellung ist genauso ungewöhnlich wie wirkungsvoll. Wieso sollte man vor Arbeitsbeginn einen Frosch essen? Natürlich ist es nur eine Metapher.
Brian Tracy erklärt dieses Prinzip in seinem Buch „Eat That Frog: 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen“. Der Experte für persönliche Weiterentwicklung zeigt darin, wie man die Methode täglich anwenden kann. Sie fokussiert sich darauf die schwierigsten und unangenehmsten Aufgaben zuerst zu bewältigen.

La méthode "Eat the frog"

Vorteile der "Eat That Frog"- Methode

Brian Tracy wurde von einem Zitat von Mark Twain inspiriert: "Wenn du morgens als Erstes einen lebendigen Frosch isst, kann dir im weiteren Tagesverlauf nichts Schlimmeres mehr passieren.

In seinem Ansatz repräsentiert der Frosch die wichtigste Aufgabe. Die, die am herausforderndsten ist, sollte zuerst erledigt werden. Warum? Weil dann Ihre Aufmerksamkeit und Energie am höchsten sind.

Tracy erläutert: “Wenn Sie vor zwei wichtigen Aufgaben stehen, fangen Sie mit der größeren, schwierigeren an. Lernen Sie, direkt anzufangen und nichts anderes zu machen, bis die Aufgabe fertig ist.”

Bei “Eat That Frog” geht es darum, mit den schwierigsten Aufgaben anzufangen. Das ermöglicht mehr Effizienz und Produktivität über den restlichen Tag hinweg. Es ist auch ein gut Weg, motiviert bei der Arbeit zu bleiben. 

Wie kann man die „Eat That Frog” - Methode praktisch Umsetzen?

In seinem Buch erläutert Tracy die wichtigsten Schritte für die besten Ergebnisse. Der erste Schritt ist, die Aufgaben mit hoher Priorität zu identifizieren. Diese müssen als erstes erledigt werden. Sonst werden sie aufgeschoben und verursachen mehr Stress. Danach kann man sich an anderen, weniger dringenden Aufgaben widmen.

Man muss Aufgaben effektiv priorisieren und in zwei Kategorien aufteilen:

  • Aufgaben die wichtig aber nicht dringend sind.
  • Aufgaben mit hoher Priorität und Aufwand, die viel Zeit benötigen.

Brian Tracy empfiehlt, die Planung am Anfang bewusst kurz zu halten. Planen Sie nur einen Tag oder wenige Tage im Voraus. So vermeiden Sie Überforderung und machen Planung zur alltäglichen Gewohnheit. Wenn die schwierigste Aufgabe zuerst erledigt ist, wirkt der Rest des Tages leichter. Genau darin liegt der Vorteil von „Eat That Frog“. Die Methode kann Motivation, Produktivität und Organisation effektiv verbessern.

La méthode "Eat the frog"

Wieso die „Eat That Frog”- Methode funktioniert

Die “Eat That Frog” Methode ist weltweit bekannt für ihren direkten,aber effektiven Ansatz. Ihr Erfolg ist auf ihre wissenschaftlichen Grundlagen zurückzuführen. 

Das Gehirn ist morgens am aktivsten. Wenn Sie morgens mit der schwierigsten Aufgabe beginnen, nutzen Sie diese Leistungsphase gezielt. In dieser Zeit fällt es leichter, konzentriert zu arbeiten. Anspruchsvolle Aufgaben lassen sich dadurch besser bewältigen. Zusätzlich hat man die meiste ungestörte Zeit, bevor alltägliche Ablenkungen den Tag durcheinanderbringen. Energie ist begrenzt und nimmt im Laufe des Tages ab. Deswegen sollten Sie die anspruchsvollsten Aufgaben zuerst erledigen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

“Eat That Frog” reduziert außerdem Prokrastination. Denn es ermutigt, die anspruchsvollsten Aufgaben zuerst in Angriff zu nehmen. Sie beseitigen damit eine große Stressquelle aus Ihrer Arbeitsbelastung. Wenn man wichtige Aufgaben aufschiebt, bleiben sie oft im Hinterkopf und verursachen Stress und Sorgen. Sie zu erledigen, reduziert die mentale Last und schafft einen ruhigen Arbeitsfluss. 

Eine Aufgabe im Morgen abzuhaken, schüttet außerdem Dopamin aus. Das schenkt einen Schuss Energie und mehr Selbstbewusstsein. Danach befinden Sie sich in einem Flow-Zustand. Andere Aufgaben fühlen sich einfacher an und lassen sich leichter bewältigen. Dieses Erfolgsgefühl  begleitet Sie den ganzen Tag über und gibt Schwung für weitere Aufgaben.

Zusätzlich fördert die Methode auch Planung. Ein oder zwei Tage im Voraus zu planen, macht Produktivität zur Routine, statt nur auf Motivation zu vertrauen.
 

Tipps zum Essen Ihrer Frösche

Verschwenden Sie morgens keine Zeit damit, darüber nachzudenken, welche Aufgaben die anspruchsvollsten sind. Verbringen Sie stattdessen die letzten 10 Minuten ihres Arbeitstags damit, den Frosch für morgen zu bestimmen. Dadurch geraten Sie nicht in Versuchung, vom Kurs abzuweichen, und sich von Ihrer Laune leiten zu lassen und die einfachere Option wählen.

  • Tun Sie es ohne Kompromisse und halten Sie sich an Ihre Prioritäten. Dadurch werden Sie Ergebnisse sehen.
  • Teilen Sie große Aufgaben, in kleinere, übersichtliche Schritte auf. Eine aufwendige Aufgabe ist weniger einschüchternd, wenn sie in kleinere Schritte aufgeteilt ist.
  • Arbeiten Sie mit Stoppuhren. Frösche mit anderen Produktivitätsmethoden wie der “Pomodoro - Technik” zu kombinieren, kann die gesamte Produktivität verbessern und hilft, auf Kurs zu bleiben.
  • Fokussieren Sie sich immer auf einen Frosch nach dem anderen. Wenn Sie zwei wichtige Aufgaben haben, fangen Sie immer mit der schwierigeren an, damit die nächste weniger aufwendig erscheint.
  • Legen Sie eine Belohnung fest. Wenn Sie etwas haben, worauf Sie sich freuen, gibt es Ihnen Anreiz, die Aufgabe zu erledigen.
Prioriser ses tâches

Eat That Frog vs. andere Zeitmanagement-Systeme

“Eat That Frog” ist perfekt als eigenständige Technik für besseres Zeitmanagement. Es lässt sich aber auch nahtlos in andere Produktivitätssysteme integrieren. 

Tools wie die Eisenhower Matrix helfen dabei, Aufgaben zu priorisieren. Sie können helfen zu entscheiden, welche Aufgaben zu Fröschen für die nächsten Tage werden. Mit Timeblocking planen Sie morgens gezielt Zeit für den Frosch ein. So erledigen Sie ihn dann, wenn Ihre Produktivität am höchsten ist.

Bei „Getting Things Done“ (GTD) geht es darum, Aufgaben und Ideen aus dem Kopf zu bekommen. Stattdessen werden sie in einem externen System gesammelt. Das reduziert Stress und schafft mehr Überblick. Dadurch können Sie planen und gleichzeitig klar erkennen, welche Aufgabe der Frosch für den Tag ist.

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Florent Bovicelli
Written by: Florent Bovicelli
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