1. Einblicke von unten nach oben
Das erste Prinzip: Software sollte mit Top-Down- statt Bottom-Up-Insights entwickelt werden. So schafft man eine Lösung, die den Managern auch wirklich weiterhilft. Zwar weiß man in der Unternehmensleitung oft, dass die Produktivität und Leistung im Lager verbessert werden müssen, doch die effektivsten Lösungen lassen sich nur mit Praxiserfahrung finden.
Nach Best-Governance-Praxis muss eine Lenkungsgruppe her, die aus Finanz-, IT-, Beschaffungs- und Personalleitern besteht, doch Erfahrungen aus der Praxis sind unerlässlich für ein System, das die Produktivität wirklich steigert.
IT-Business-Analysten müssen sich für beste Ergebnisse also mit Leitern aus dem Lager zusammentun. Ohne ihre wertvollen Einblicke wird die Lenkungsgruppe nicht die Informationen haben, die es braucht, um eine effektive Lösung zu finden. Die Manager können dann gar nichts damit anfangen.
2. Anwenderbeteiligung vor der Implementierung
Ein Bottom-Up-Ansatz bietet zudem den Vorteil, dass diejenigen, die das System nutzen sollen, dieses auch akzeptieren. Manager, die wissen, dass ein System auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten wurde, werden für die Nutzung werben und Teammitglieder davon überzeugen. Das Engagement der Benutzer ist bei der Einführung(-sphase) stets höher, wenn den Mitarbeitern das Gefühl vermittelt wird, dass die Lösung mit ihnen statt über sie hinweg entwickelt wurde.
3. Unternehmensweite Lösung
Das dritte Prinzip: Die Lösung sollte unternehmensweit und nicht nur in einzelnen Abteilungen implementiert werden. Das bietet die Möglichkeit, ein integriertes System zu schaffen, das Daten über alle Vertriebszentren und Hauptverwaltungen hinweg sammeln und nutzen kann, wie z. B. aus Personalabrechnung und Finanzen.
4. Integration von festangestellten und befristet beschäftigten Mitarbeitern
Das vierte Prinzip: In einer Belegschaft, die stark von befristeten Beschäftigten abhängig ist, kommt man mit einer Lösung für Festangestellte nicht weit. Es lassen sich damit keine Kosteneinsparungen der Zeitarbeitskräfte erzielen und den Festangestellten wird die Arbeit nicht erleichtert.
Mit einer Lösung, die sowohl die Festangestellten als auch die Zeitarbeitskräfte berücksichtigt, können Manager Lücken besser mit Festangestellten füllen und den Einsatz der Festangestellten effizienter gestalten. So werden die Kosten und Folgen auch direkt ersichtlich, wenn man Mitarbeiter zwischen Distributionszentren versetzt.